REZEPTE MIT BÄRLAUCH

Dorit Schmitt • 29. Januar 2020

Macht mehr als Pesto aus dem wilden Bärlauch!

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Wilder Bärlauch – Im März beginnt seine kurze Saison

Wilder Bärlauch - das meistgepflückte Wildkraut. Ab März beginnt seine Saison und die Bärlauchjäger machen sich auf den Weg, die guten Jagdgründe zum Pflücken des beliebten Wildkrauts aufzusuchen. Versteckt in einer Waldlichtung blüht der Bärlauch, sein knoblauchartiger Geruch verrät den Sammlern aber stets seinen Standort 

Wilder Bärlauch (Allium ursinum) war bereits bei den Germanen, Kelten und den Römern als Heilpflanze bekannt. Angeblich kann er Bärenkräfte verleihen. Zumindest wird über die Pflanze gesagt, dass sich Bären nach dem Winterschlaf an ihm satt fressen, um wieder zu Kräften zu kommen. Die Pflanze enthält viel Vitamin C, Eisen und ätherische Öle. Bärlauch ist ein Verwandter von Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch. Geschmacklich ähnelt er dem Knoblauch, ist jedoch nicht ganz so intensiv und hinterlässt nach dem Verzehr keinen unangenehmen Mundgeruch.

Im Frühling gibt es Stellen im Wald, die auffallend stark nach Knoblauch duften, sucht man hier, stößt man schnell auf die Ansammlung der Pflanzen, die diesen Duft verströmen. Bärlauch hat nur eine kurze Saison von Mitte März bis Mitte Mai, in welcher die Blätter geerntet werden können, danach geht Bärlauch in die Blüten- und Samenbildung über. Noch unreife, grüne Bärlauchsamen können frisch wie grüner Pfeffer verwendet werden. Ausgereifte Samen werden getrocknet und vermahlen, sie würzen ebenfalls ähnlich wie Pfeffer.
„Mit dem Bärlauch zieht ab März wieder der langersehnte Frühling in unsere Küche ein. 
Probieren Sie die köstlichen Rezepte einfach mal aus!“ – Dorit Schmitt 
Das Kraut ist in humusreichen, lichten und feuchten Laubwäldern zu finden. Dort, wo er wächst, breitet er sich rasch aus. Es ist jedoch wichtig, einzelne Pflanzen nicht ganz auszureißen, sondern immer ungefähr zwei Drittel stehen zu lassen, um den Bestand nicht zu gefährden. Leider sind, seit Bärlauch wieder so beliebt wurde, massenhaft Sammler für diverse Wochenmärkte unterwegs, die schon so manch einer Bärlauchpopulation den Garaus gemacht haben, weil sie rücksichtslos alles abernten, was ihnen unter die Sichel kommt. Beim Sammeln sollte beachtet werden, dass Verwechslungen mit den stark giftigen Maiglöckchen, Herbstzeitlosen und dem Aronstab möglich sind. Ein eindeutiges Erkennungsmerkmal ist der Knoblauchgeruch, welcher bei keiner der drei giftigen Pflanzen vorkommt. Ganz sicher beim Ernten kann man sich sein, wenn man Bärlauch im Garten selbst anpflanzt. Am besten nimmt man dazu bereits junge Pflänzchen. Sie benötigen einen schattigen Platz und humusreichen, feuchten Boden. Wenn das Kraut sich wohlfühlt, verbreitet es sich schnell über seine Wurzelausläufer und man kann beruhigt ernten.

Rezepte mit Bärlauch

Eine wunderbar aromatische, vegetarische Lasagne-Variante: die Bärlauch-Lasagne, gefüllt mit Erbsen, grünem Spargel, Zuckerschoten, Frühlingszwiebeln und natürlich würzigem Bärlauch.

Ein leichtes und schnell zubereitetes Frühlingsgericht: der Bärlauch-Reis-Topf.

Bärlauch-Frikadellen mit einer köstlichen Tomaten-Ajvar-Sauce. Hier wird ein Klassiker der deutschen Küche – das Fleischpflanzerl oder auch Frikadelle genannt – mit Bärlauch passend zur Saison verfeinert. Serviert werden sie mit einer cremigen Soße aus Crème fraîche, Tomaten und Ajvar. Frisches Brot dazu reichen – und schon kann genossen werden! Die Frikadellen schmecken kalt oder warm und auch immer zu einem guten Kartoffelsalat!
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